Campingreise ins Berchtesgadener Land mit dem Wohnmobil
Eine sehr persönliche Reise mit meiner Mutter
Kurzüberblick
Reisedauer: mehrere Tage im September
Region: Berchtesgadener Land
Reiseart: Wohnmobilreise mit festen Standorten
Diese Reise war für mich mehr als „nur“ eine Campingtour. Sie war eine bewusste gemeinsame Reise mit meiner Mutter an einen Ort, der sie seit Jahrzehnten begleitet – und den sie endlich noch einmal selbst erleben wollte.
Warum diese Reise etwas Besonderes war
Wir als Familie waren schon so oft im Berchtesgadener Talkessel. Wir haben viel gesehen, viel erlebt. Meine Mutter bekommt all das inzwischen meist nur noch über Fotos und Videos auf dem Handy mit. Aber eigentlich ist es ja etwas ganz anderes, dort selbst zu stehen.
Vor über 40 Jahren war sie mit ihren Eltern und Geschwistern in Ramsau zelten. Seitdem wollte sie immer wieder dorthin zurück. Also habe ich im letzten Sommerurlaub beschlossen, dass ich mit ihr genau das mache: eine gemeinsame Reise nach Berchtesgaden.



Die Vorbereitung – bewusst geplant, aber nicht durchgetaktet
Im September habe ich Alois, unser Wohnmobil, gepackt und bin zu ihr gefahren. Das Wetter war warm und sonnig – perfekte Bedingungen für diese Reise.
Die Strecke hatte ich vorher genau geplant und mir tageweise auf Zettel geschrieben. Es gibt zwar ein Navi, aber wir haben uns unterwegs so viel unterhalten und die Umgebung bewundert, dass wir oft vergessen haben, darauf zu schauen. Die Zettel mit den Orten waren für mich deshalb die bessere Lösung.
Ich hatte einige Stellplätze herausgesucht, wusste aber nicht genau, wie weit wir am Tag kommen würden. Im Dunkeln fahre ich nicht gern – das war eine klare Grenze.
Erste Etappe – eine ruhige Nacht am Kloster
Am Ende wurde es Ochsenhausen. Unterhalb eines riesigen, wunderschönen barocken Klosters haben wir die Nacht sehr ruhig verbracht. Ein Ort, der sich fast zufällig ergeben hat – und genau deshalb so gut gepasst hat.
Am nächsten Tag ging es bei Sonnenschein weiter Richtung Berchtesgaden. Natürlich wieder ohne Autobahn. Wir sind an wunderbaren Orten vorbeigekommen, und mit jedem Kilometer rückten die Berge näher.
Ich gebe zu: Hinter Miesbach sind wir dann doch auf die A8 gefahren. Einige gesperrte Orte hatten uns Zeit gekostet, und irgendwann muss man Prioritäten setzen.
Ankunft im Berchtesgadener Land – bewusst spektakulär
Unser eigentliches Ziel war der Campingplatz in Bischofswiesen. Aber ich bin nicht den direkten Weg gefahren – ich wollte es spektakulär.
In Bad Reichenhall ging es auf die Alpenstraße. Nach der langen Strecke bergauf kamen wir in Ramsau an. Fast direkt am Campingplatz – aber leider schlecht an den Busverkehr angebunden. Man muss Prioritäten setzen: wunderschöne Lage oder gute Anbindung.
Natürlich mussten wir an der ersten Haltemöglichkeit anhalten. Und natürlich haben wir geweint. Es ist einfach überwältigend.
Weiter ging es über das Hochschwarzeck, wieder mit kurzem Halt – wieder Tränen. Danach vorbei am Götschenparkplatz. Wo im Winter meine Jungs Ski fahren, weideten jetzt Kühe. Am Ende noch schnell einkaufen, alles vollpacken – und dann waren wir am Campingplatz Winkl-Landthal in Bischofswiesen.



Ankommen & Planen – seniorengerecht und bewusst ruhig
Wir haben unseren Stellplatz eingerichtet, Stühle und Tisch rausgestellt – und dann die nächsten Tage geplant. Meine Mutter hat mir alles überlassen.
Mir war wichtig, die Tage so seniorengerecht wie möglich zu gestalten. Sie ist leider nicht mehr so mobil, also habe ich bewusst Bus, kurze Wege und Pausen eingeplant.
Unsere Tage vor Ort – Erlebnisse, die bleiben
Königssee & Obersee
Am ersten Tag fuhren wir mit dem Bus zum Königssee und mit dem Boot nach St. Bartholomä. Ein kleiner Rundgang, Käsespätzle im Biergarten – und anschließend weiter zum Obersee. Ruhig, eindrucksvoll, genau richtig für den Einstieg.
Kehlsteinhaus & Windbeutelbaron
Am nächsten Tag ging es zum Kehlsteinhaus. Nach dem goldenen Aufzug waren wir allerdings schnell wieder draußen. Uns war die Aussicht wichtiger als die Geschichte. Unten angekommen, durfte der Abschluss beim Windbeutelbaron natürlich nicht fehlen.
Ramsau, Hirschbichl & Bindalm – unser Highlight
Der dritte Tag war unser Highlight – und ein absolutes Funkloch. Wir fuhren mit dem Bus nach Ramsau und von dort mit dem Almerlebnisbus zum Hirschbichl.
Zurück sind wir nur bis zur Bindalm gelaufen. Dieser Ort bedeutet uns sehr viel. Mein Opa hatte früher viele Bilder aus Berchtesgaden gemalt. Das Kreuz auf der Bindalm hing jahrelang bei uns im Wohnzimmer. Wir dachten immer, es sei Fantasie. Jetzt wissen wir es besser.
Auf der Bindalm gab es frische Buttermilch für meine Mutter, dann ging es mit dem Bus zurück nach Ramsau. Dort noch eine Pause im Biergarten – und später ein gemütlicher Blick auf die weltbrühmte Kirche mit der Brücke an der Ache.



Rückfahrt – anders, aber genauso eindrucksvoll
Am nächsten Tag sind wir gemütlich gestartet – aber natürlich auf einer anderen Route zurück. Über Ruhpolding und ein Stück durch Österreich.
Es war ein kleines Abenteuer, besonders als uns auf einer sehr engen Bergstraße ein Traktor entgegenkam. Wir sind schadenfrei durchgekommen – und wurden mit Bergen und Seen belohnt.
Ab Bad Tölz waren wir wieder auf unserer bekannten Strecke. Übernachtet haben wir in Haigerloch. Der Stellplatz hatte zwar kein Kloster, dafür Strom, eine gerade Fläche und ein Schwimmbad nebenan.
Die restlichen 300 Kilometer bin ich noch am selben Tag gefahren. Ich war gut drauf. Und sehr zufrieden.



Fazit
Diese Reise war für mich keine klassische Campingreise. Sie war bewusst, ruhig und sehr persönlich. Eine Reise zurück an einen Ort voller Erinnerungen – und neue Erinnerungen, die geblieben sind.
Gerade solche Reisen zeigen mir immer wieder, wie wichtig gute Planung ist: nicht möglichst viel sehen, sondern das Richtige – im eigenen Tempo.



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